Shanghai, Megacity, absolut fremde Kultur und União do Samba mittendrin.

Im September 2014 war Uniao do Samba mit 41 Musikern, Tänzerinnen und Helfern auf einem Konzerttrip in China. Fernsehshow des Shanghai Tourism Festivals, Auftritte und Sightseeing inclusive.

Uniao do Samba beim internationalen Tourismusfestival Shanghai 2014

Die Eindrücke waren so vielfältig, dass daraus ein Fotobuch mit fast 40 Seiten entstanden ist, dessen Seiten ich hier einstelle.

Generalprobe bei Regen

Generalprobe für das Shanghai Tourism Festival nach 12 Stunden reiner Flugzeit im Regen. Von den Veranstaltern bekommen wir Regenmäntelchen, aber es ist natürlich alles nass bis auf die Haut. Egal, die Temperaturen sind hoch genug.

Fernsehauftritt vor Millionen Zuschauern

Die Veranstaltung mit der Fernsehübertragung ist absolut durchorganisiert. Man weiß immer, was man zu tun hat, wann es losgeht, wohin man gehen muss. Und das bei 25 Gruppen, von denen vermutlich keine einzige chinesisch spricht. Jede hat zwischen 90 und 120 Sekunden Fernsehzeit vor angeblich 200.000.000 (200 Millionen) chinesischen Zuschauern. Wer will sagen, ob das wahr ist….

Parade durch Shanghai

Die Menschen an der Paradenstrecke sind so interessiert an dem was wir machen. Bei unseren kurzen Publikums-Mitklatsch-Animationen sind die dichtgedrängten Zuschauer immer sofort voll dabei und freuen sich riesig, dass wir nicht nur so vorbeilaufen.

Vorbereitungen für die Reise

Die Vorbereitungen waren sehr zäh, Unsere Visa-Anträge wurden erst einmal abgelehnt aber nach zähem Ringen mit den Verantwortlichen hatte dann jeder das nötige Visum in seinem Reisepass. Uff.

Sightseeing in China

Manche der teilnehmenden Gruppen fliegen für 3 Tage von Europa aus nach China. Absolvieren dort die Auftritte und dann geht es gleich wieder zurück. Uniao do Samba hatte wenigstens 10 Tage Zeit, um sich das fremde Land anzusehen. Und einige nutzten die Gelegenheit, um die Reise noch um eine oder zwei Wochen auszudehnen. Das Land ist so riesig und die Menschen anfänglich so anders, da reichen 10 Tage einfach nicht.

Die Sehenswürdigkeiten in Shanghai muss man natürlich auch gesehen haben, Riesenhochhäuser, historische Gebäude und die berühmten Gärten, Megakaufhäuser, Straßenkünstler auf der Hauptstraße bei denen die Umstehenden alle mitsingen, das lecker Essen am Straßenrand, die „Slow-Aerobic-Gruppen“ an jeder Straße, alles ist fremd, aber man findet sich meistens sehr schnell zurecht. Die Chinesen sind sehr hilfsbereit und geben gerne Auskunft, oft mit Händen und Füßen manchmal mit ein paar Wörtern Englisch aber immer sehr höflich und nett.

Trommeln mit chinesischen Profitrommlern

Wir hatten vorher schon einen Trommelworkshop auf der chinesischen roten Trommel (die heißt genau so) organisiert. Das wurde dann mehr ein lustiges Zusammensein mit Vorführungen der chinesischen Trommler, einer Tanzgruppe und natürlich von uns. Danach spielten wir zuerst auf den Sambatrommeln und später auf den Chinatrommeln zusammen. Mit nur einer Dolmetscherin bei ca 70 Personen musste die Musik sprechen. Und das ging erstaunlich gut. Alle hatten ihren Spaß und wir konnten bei den wenigen Basic-Rhythmen, die wir gelernt haben sehen, wie schwierig die Chinatrommelei doch ist.
Die Gastgruppe ist aber auch eine Profitruppe, die 6 Tage die Woche proben, wenn sie gerade keine Auftritte irgendwo in der Welt haben.

Ausflüge

Die Ausflüge nach Wuzhen und Suzhou waren dann noch ein wunderbares Erlebnis, wenn auch ohne selbst Musik zu machen.

Bleibende Eindrücke

Für einen Showauftritt vor angeblich 200 Millionen chinesischen Fernsehzuschauern, 200.000 Zuschauern an der Umzugsstrecke und einigen Gigs in Shanghai hat sich die lange Flugzeit und die nervenaufreibende Vorbereitung allemal gelohnt.

Und mein Spruch hat sich wieder bewahrheitet: Mit Samba kommst du echt überall hin!

Shanghai Tourism Festival

Ab Minute 24 mit Uniao do Samba