Medicamento aus Holland hat mit vielen neuen Stücken, Solos und mit Ihrer ganzen Art die europäische Sambaszene nachhaltig beeinflusst. Sie waren ein Meilenstein in der Sambaszene. Viele Stücke von ihnen leben noch heute bei den verschiedensten Bands weiter.

Neues Erscheinungsbild und perfekte Musik.

Medicamento hatte als erstes dieses komplett neue Erscheinungsbild für Sambagruppen. Nicht mehr überall bunte Stoffe, Rüschchen und Federn oder afrikanische Stoffe, sondern Arbeitshosen und schwarze T-Shirts. Das war damals wirklich ein einschneidender Wandel. Man musste nicht mehr alles möglichst brasilianisch machen, sondern konnte auch eigene Ideen mit einbringen.

Sie waren die Sambapercussionkönige Europas in den Neunzigern und Anfang der 2000er.

Der erste Auftritt Ende der neunziger Jahre im Café Anders in Coburg, den wir während des Sambafestivals gesehen haben, war berauschend. Wir standen da und konnten es gar nicht fassen, was da passiert war. Nicht nur die neue Optik, sondern vor allem auch die perfekte Musik und die Choreografien dazu waren fantastisch.
Medicamento experimentierte noch mit Sängern und DJs und spielten alle Festivals die man sich vorstellen konnte. Irgendwann Jahre später  brach die Band leider auseinander. Sooooo schade!
Einer der Masterminds war Dirk Hauptmann, ursprünglich aus Augsburg und mein erster Sambalehrer, damals noch bei Sambamania. Er zog dann nach Rotterdam zum Studieren und trat dort in die Band ein.

Mein absolutes Lieblingslied von Medicamento war und ist “Marley” ein absoluter Ohrwurm:

Eine kurze Performance mit einer Percussion-Komposition:

Hier sieht man die ganze Power der Band.
Medicamento: I feel the Rhythm:

Ulrich Bammer