Megasamba“ nennt sich ein Sambafestival in Sesimbra südlich von Lissabon in Portugal, das es schon seit 1976 gibt. Eine kleine, aber feine Truppe von Trommlern und Tänzerinnen von União do Samba machte sich am Donnerstag den 27. Juli 2017 auf, um an diesem Festival erstmals teilzunehmen. Auch einige Angehörige reisten mit.

Megasamba, Mega-Bateria, Mega-Umzüge

Niemand von uns wusste so recht, was uns dort erwartet. Immerhin hatten wir mit Rebecca Köhler eine erfahrene Organisatorin und mit Elsa de Jesus eine muttersprachliche Portugiesin dabei. Und so landete der Großteil von uns am Donnerstagabend leicht verspätet in Lissabon, um dort festzustellen, dass das reservierte (und bereits bezahlte) Shuttle zum Hotel bereits wieder verschwunden war. In Portugal sieht man vieles im Organisatorischen deutlich unaufgeregter. Gegen Mitternacht kamen wir im Hotel an und bezogen unsere Zimmer.

Vorbereitung am Strand

Am nächsten Tag meldeten wir uns beim Festival an und erhielten unsere Ausrüstung. Für die meisten unserer Instrumente (wie Surdo, Tamborim und Agogo) wurden keine speziellen Workshops angeboten, so dass sich unsere Vorbereitung großteils darauf beschränkte, sich an dem wunderschönen Strand niederzulassen und innerlich auf den großen Auftritt am Sonntag zu konzentrieren.

Sonne und kaltes Wasser

Das Meer erinnert übrigens an heimische Kneippbecken, nur viel kälter und salziger. Pünktlich um 13:30 (übrigens das einzige, was pünktlich war) zog außerdem jeden Tag ein heftiger Wind auf, der uns gründlich sandstrahlte und die aufgetragene Sonnencreme rückstandsfrei entfernte.

Sambaumzüge

Am Samstagabend gab es einen sehr schönen Umzug von diversen Sambagruppen in phantastischen Kostümen zu bewundern. Der eigentliche Hauptauftritt war dann am Sonntagabend: Rund 300 Sambistas und Tänzerinnen zeigten das eingeübte Stück (Den diesjährigen Enredo von Tijuca) unter der Leitung vom deutschen Sambaguru Chris Quade. Es war schon ein tolles Erlebnis, in einer so großen Bateria mitspielen zu können, darunter waren Teilnehmer aus Russland, USA und Schweden, allerdings außer Uniao do Samba niemand aus Deutschland. Der Abend klang gemütlich aus und wir genossen bei einem Schälchen Portwein die ausgelassene Stimmung und die Musik.

Kaffees, Delphine und Lissabon

Damit war das eigentliche Festival beendet. Die meisten von uns nutzten aber die Gelegenheit und blieben noch einige Tage da. Wir besuchten gemütliche Kaffees und Restaurants und bestellten leckere Sachen, die wir teilweise sogar erhielten und meist auch bezahlen durften. Am Montag besichtigten wir Lissabon, mieteten dort Tuktuks und ließen uns die schönsten Stellen zeigen. Anschließend besuchten wir die weltberühmte „Pasteis de Belem“, wo wahnsinnig gute Blätterteigtörtchen hergestellt werden („Pasteis de nata“), was wir hiermit vielfach bestätigen können. Am Mittwoch war dann eine Bootsfahrt zu Delfinen angesagt, bevor wir abends in einem Fischlokal gemeinsam auf die schöne Woche in Portugal anstießen. Donnerstag ging es dann für die meisten von uns wieder zurück nach Deutschland und in den Alltag.

An dieser Stelle vielen Dank an alle MItreisenden, insbesondere an Rebecca und Elsa, die alles super organisiert und gedolmetscht haben. See you next year?…

Jürgen Brzank

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